Shamisen richtig pflegen im Herbst

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Der Herbst bringt besondere Herausforderungen für die Shamisen mit sich, derer man sich bewusst sein sollte, wenn man sein Instrument optimal pflegen und schützen will. Was tun gegen Feuchtigkeit, Kälte und Heizungsluft?
Mittlerweile ist der Herbst in allen Ecken des Landes angekommen. Da Shamisen überwiegend aus Naturmaterialien hergestellt sind, wirken sich Schwankungen im Wetter auch auf das Instrument aus. Es gibt einige Dinge, auf die man im Herbst besonders achten sollte, damit das Instrument optimal versorgt ist.

Besonderheiten im Herbst

Herbst bedeutet feuchte Luft, Regen, Wind und sinkende Temperaturen. Und im Umkehrschluss zu Hause womöglich warme Heizungsluft. Nicht nur die Haut der Shamisen kann sich hier melden, sondern auch das Holz arbeitet bei vielen Instrumenten merklich. Um unnötigen Schrecken vorzubeugen ist es eine gute Idee, sich vorher schon mal schlau zu machen, was einen im Herbst erwarten könnte.

Klimawechsel

Wer sich schon ein bisschen mit Shamisen beschäftigt hat, weiß, dass übermäßige Feuchtigkeit nicht unser bester Freund ist. Aber auch extreme Trockenheit – Stichwort: Heizung – ist nicht gut. Was ihr wirklich vermeiden solltet ist der abrupte Wechsel zwischen trocken und feucht, warm und kalt. Wenn ihr von einem ins andere kommt, gebt dem Instrument Zeit, sich zu akklimatisieren. Bedeutet: Instrument eine Weile eingepackt im Kasten lassen, bevor ihr es zum Spielen rausnehmt. Wenn ihr es im Kasten gut eingepackt habt in eine Washi-Hülle und ein Nagabukuro oder Doubukuro, könnt ihr den Kasten auch schon öffnen – dabei das Instrument aber bitte eingewickelt lassen.

Regen

Wenn ihr im Regen unterwegs seid, versucht das Instrument im Kasten möglichst nicht dem direkten Regen auszusetzen. Es gibt wasserabweisende Kästen und extra Regen-Cover für einige Kästen. Wer das nicht hat, kann sich auch einer einfachen großen Plastiktüte bedienen. Das sieht vielleicht nicht fantastisch aus, aber Sicherheit geht vor Schönheit. Wer den Kasten auf dem Rücken trägt, kann von oben eine Tüte drüberstülpen, die das Gröbste abhält. Wer sein Instrument in der Hand trägt, kann es mit einer großen Tüte vom letzten Decken- oder Kissenkauf versuchen. Ansonsten gibt es ja auch immer noch den guten alten 30-Liter-Müllsack. Den Kasten hermetisch versiegeln zu wollen, ist sicherlich ein hehres Ziel, aber auch sehr schwierig umzusetzen. Je mehr Regen man vom Kasten abhält, desto besser. Jedes bisschen hilft 🙂 In jedem Falle zur Sicherheit den Kasten immer direkt abwischen, wenn ihr merkt, dass er nass ist, damit sich keine Wasserreservoirs bilden, die dann langsam durchsickern. Und bei der nächsten Gelegenheit dann den Kasten öffnen und gucken, ob innen auch alles trocken geblieben ist.

Stimmungskiller

Wenn das Wetter umschlägt, arbeitet auch das Holz eures Instruments. Das kann dazu führen, dass im schlimmsten Fall die Wirbel plötzlich zu fest oder zu locker sitzen. Bei mir ist das gerade der Fall, und ich muss meinen einen Wirbel jetzt neu einpassen. Wenn eure Shamisen sich plötzlich sehr schnell verstimmt oder ihr es gar nicht schafft, den Wirbel überhaupt festzudrehen, dann liegt das am Wetterumschwung. Was am besten hilft, ist der Griff zum Schleifpapier. Wer das partout nicht machen möchte, muss sich mit der Situation abfinden, bis das Wetter zurück umschlägt. Ein Video dazu, wie man den Wirbel selber mit Sandpapier einpasst findet ihr hier.

Trockenheit und Hitze

So manch einer fängt im Herbst bereits an zu heizen. Genau so wie sehr feuchte Luft, ist auch sehr trockene Luft nicht ideal für die Shamisen. Die Haut zieht sich zusammen, die Spannung erhöht sich, das Material ist nicht mehr so elastisch. Wenn sich dieser Wechsel zu sehr trockener Luft zu schnell vollzieht, ist das Risiko höher, dass die Haut reißt. Deshalb das Instrument möglichst nicht im wärmsten Raum direkt neben der Heizung lagern.
Grundsätzlich sollte die Shamisen so gut es geht fern gehalten werden von Extremen wie Hitze, Kälte, Nässe. Da der Wechsel zwischen verschiedenen Klimazonen unvermeidlich ist, sollte man dem Instrument ein bisschen Extra Zeit geben, um sich zu akklimatisieren, wenn man von draußen nach drinnen kommt und umgekehrt.

Hier das Video zum Artikel ansehen:

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